Das Eichhörnchen

Eichhörnchen sind in fast allen Wäldern Europas und Asiens zu finden. Man erkennt sie leicht an ihrem buschigen Schwanz, der fast genauso groß ist wie sie selbst. Im gesamten Verbreitungsgebiet gibt es rund 40 Unterarten. Hierzulande besonders bekannt ist das Rothörnchen. Sein Fell ist überwiegend braun-rot gefärbt und im Bauch- und Brustbereich weiß. Am liebsten halten sie sich in den Baumkronen auf, wo sie sich sicher und schnell fortbewegen und sich gut verstecken können.

Die Anatomie des Eichhörnchens

Eichhörnchen können bis zu 25 cm groß und bis zu 500 g schwer werden. Die Hinterpfoten sind länger als die Vorderpfoten und sehr kräftig. So fällt es ihnen leicht, bis zu fünf Meter weit von Ast zu Ast zu springen. Dank der Krallen an ihren Pfoten haben Eichhörnchen einen guten Halt auf den Ästen und können sogar einen Baumstamm senkrecht hochklettern. Ihr dichter Schwanz hilft ihnen dabei, die Balance zu halten.

Eichhörnchen können außerdem sehr gut sehen, sodass sie Entfernungen sehr genau abschätzen können. Am Kopf, an den Körperseiten, am Schwanz und an den Beinen haben sie sensible Tasthaare, womit sie Äste und Zweige gut spüren können.

Eichhörnchen sammeln Vorräte

Eichhörnchen bauen sich Nester, auch Kobel genannt, in denen sie schlafen. Sie ziehen sich auch dorthin zurück, wenn es stürmt und stark regnet. Allerdings halten sie keinen Winterschlaf. Um auch in den kalten Monaten zu überleben, sammeln sie bereits im Sommer und Herbst einen Futtervorrat. Diese Vorräte bestehen meistens aus Nüssen und Eicheln. Sie werden aber nicht ins Nest gebracht, sondern an mehreren Orten in der Umgebung versteckt, z. B. vergraben. Allerdings merken sich Eichhörnchen diese Verstecke nicht genau, sodass sie im Winter solange suchen, bis sie eine Vorratskammer finden. Die Vorräte, die vergessen werden, können dann im folgenden Jahr zu neuen Bäumen heranwachsen.