Der Storch

Der Storch gehört zusammen mit dem Kranich zu den größten einheimischen Vögeln in Deutschland. Störche werden ca. 110 cm groß und haben eine Flügelspannweite von bis zu 220 cm. Sie wiegen je nach Art zwischen 1 und 8 kg. Nicht nur in Deutschland sind sie bakannt: Insgesamt gibt es 19 Storchenarten auf der ganzen Welt, die in Afrika, Südamerika, Europa, Australien und Asien beheimatet sind. Störche können bis zu 50 Jahre alt werden, erreichen jedoch in der Regel ein Alter von 20-30 Jahren.

Sind alle Störche Zugvögel?

Störche sind als Zugvögel bekannt, doch tatsächlich leben die meisten Arten ortsgebunden. Nur die Weißstörche, die in Europa beheimatet sind, sowie die Schwarzstörche und die Schnabelstörche verlassen im Herbst ihre Brutgebiete in Europa und verbringen den Winter im warmen Süden. Der Weißstorch legt dabei zwischen Afrika und Europa im Jahr unglaubliche 20.000 km zurück. Die europäischen Arten halten sich bevorzugt in Feuchtgebieten mit Wiesen, Seen und Ackerflächen auf. Doch da immer mehr feuchte Wiesen von Menschen trocken gelegt werden, finden die Störche immer weniger Lebensräume.

Partnerschaft und Brut bei Störchen

Störche sind monogame Vögel, die viele Jahre in einer festen Partnerschaft leben. Das Paar baut gemeinsam ein Nest, den sogenannten Horst, zu dem sie zur Brutzeit immer wieder zurückkehren. Diese Nester können einen Durchmesser von 1,5 m haben. Sollte das Nest zu Schaden kommen, wird es jedes Jahr wieder repariert. Das Weibchen legt 3-6 Eier. Die Jungen schlüpfen nach ca. 30 Tagen und bleiben dann weitere 55-70 Tage im Nest. Ein Elternteil bleibt währenddessen immer am Nest, um die Jungen zu wärmen, zu bewachen und vor Regen zu schützen.