Der Thunfisch

Der Thunfisch gehört zur Familie der Makrelen und ist ein Fisch mit einzigartigen Eigenschaften. Seine Superkraft ist seine Schnelligkeit. Thunfische können bis zu 80 km/h schnell schwimmen. Solch hohe Geschwindigkeiten erreichen sie dank ihres kräftigen, spindelförmigen Körpers. Ein Knochenring um die großen Augen ist ein weiteres besonderes Kennzeichen der Thunfische. Außerdem können einige Thunfischarten sehr groß werden.

Aufgrund der Überfischung sind sämtliche Thunfischarten von Aussterben bedroht oder stehen kurz davor. Weltweit sind die Bestände der Thunfische in den vergangenen Jahren um fast 90 % zurückgegangen.

Wo leben Thunfische?

Thunfische sind wandernde Schwarmfische. Das heißt, sie leben in großen Schwärmen zusammen und legen bei ihren Wanderungen mehrere Tausend Kilometer zurück. So wurden Thunfische auf den Bahamas markiert, die später vor Norwegen oder vor der Brasilianischen Küste wiederentdeckt wurden. Thunfische bevorzugen dabei milde Temperaturen von mindestens 10 Grad und halten sich deshalb überwiegend in wärmeren Gebieten knapp unter der Wasseroberfläche auf.

Der Blauflossen-Thunfisch

Besonders groß wird der Blauflossen-Thunfisch. Er kann eine Länge von 5 m erreichen und bis zu 600 kg schwer werden. Diese Thunfischart kommt in allen Meeren vor, hat aber nur zwei feste Orte zum Laichen – der Golf von Mexiko und das Mittelmeer. Dort treffen sie jedes Jahr zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammen, um sich fortzupflanzen. Nach nur drei Tagen schlüpfen die Larven mit einer Größe von nur 3 mm. Nach einem Monat sind sie etwa 3,5 cm groß. Geschlechtsreif sind sie erst ab dem 5. Lebensjahr. Wegen ihrer Größe haben ausgewachsene Thunfische nicht viele Fressfeinde im Wasser. Zu ihren Feinden zählen bloß große Haie, Schwertfische und Zahnwale.