Die Fledermaus

Fledermäuse gehören zur Klasse der Säugetiere und werden wie die Flughunde zur Familie der Fledertiere gezählt. Sie können bis zu 12 cm groß werden und wiegen bis zu 200 g. Außerdem können sie bis zu 25 Jahre alt werden.

Es gibt Säugetiere, die hoch springen können und einige haben auch flügelähnliche Arme bzw. Finger mit Häuten, mit denen sie gleiten können. Doch Fledermäuse sind neben den Flughunden die einzigen Säugetiere, die wirklich fliegen können. Es gibt unglaublich viele verschiedene Fledermäuse. Weltweit existieren 780 Arten von Fledermäusen, die jeweils noch in Unterarten eingeteilt werden. In Mitteleuropa sind ca. 30 Fledermausarten beheimatet.

Wo sind die Fledermäuse?

Fledermäuse sind mit Ausnahme der Polarregionen auf allen Kontinenten der Welt beheimatet. Da sie nachtaktiv sind, bekommen wir gar nicht so viel von ihnen mit. Tagsüber suchen sie sich dunkle Verstecke in Spalten, Höhlen oder Dachböden ruhiger Gebäude wie Kirchen oder Scheunen. In der kalten Jahreszeit kommen sie gar nicht mehr raus, denn sie halten einen Winterschlaf. Dafür ziehen sie sich z. B. auch in hohle Bäume zurück, wo sie ungestört und geschützt überwintern können.

Wie orientieren sich Fledermäuse?

Als nachtaktive Tiere können Fledermäuse sich nicht auf ihren Sehsinn verlassen. Darum sind sie mit einem ausgeklügelten Ortungssystem ausgestattet. Damit können sie das Echo ihrer Laute wahrnehmen, welches sie darauf hinweist, wo sich Beutetiere befinden. Es verhindert außerdem, dass sie gegen Wände, Bäume oder andere Objekte fliegen. Die Laute, die sie ausstoßen, um sich zu orientieren, liegen im Ultraschallfrequenzbereich. Daher sind sie für das menschliche Ohr nicht hörbar.